Die KI-sierung von Organisationen braucht die Fähigkeit zur Metaführung
Wenn die auf Stabilität und Berechenbarkeit beruhenden traditionellen Führungs- und Organisationsprinzipien durch ein Übermaß an Komplexität und Dynamik versagen, sind diese grundsätzlich zu ergänzen, und zwar auf der Metaebene.
Wenn sich Probleme nicht mehr auf einer Ordnungsebene lösen lassen, wird eine höhere Ebene notwendig.
Metaführung wird gebraucht, wenn man Führung nicht vorab organisieren kann. Stattdessen existiert dann ein klarer Prozess, Führung situativ herzustellen. Beispielsweise werden die jeweils passenden Entscheidungs- und Führungspersonen erst bei Bedarf bestimmt.
Während tayloristische Führung Vorhersehbarkeit anstrebt und dafür Prozesse und Strukturen etabliert, versucht agile Führung Metaprozesse und Metastrukturen für das Unvorhergesehene zu etablieren. Man weiß nicht, was kommt, man weiß auch nicht, wie die jeweilige Lösung aussieht, aber man hat einen belastbareren Prozess, dies fallweise zu klären.
Genau diese Fähigkeit einer Organisation wird durch die KI-sierung auf die Probe gestellt.
Eine agile Führung ist dann nicht von der Kapazität und dem Geschick einer einzelnen Führungskraft abhängig, sondern wird dynamisch bestmöglich verteilt.
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